Pressemitteilung der PB-Ratsfraktion zum Pressebericht vom 12.12.2017
Investorenwettbewerb „Lindenquartier“ (ehemaliges City-Center), Rückzug des Investors OFB

Die Hiobsbotschaft per Zeitung hat uns daher - auch nach der sehr langen Bearbeitungszeit - nicht überrascht.

Die immer wieder „mangelhaften“ Entscheidungen (oder fehlenden Entscheidungen) der Stadt für den Kauf des P+S-Gästehauses (Bee-Company), das Allwetter-Bad, den Weißen Schwan und das neue Kreishaus lassen grüßen und nun folgt das Desaster für die Wiederbelebung des City-Filetstückes (Hertie/Karstadt + angrenzende Grundstücke).

Der Rückzug des Investors OFB ist damit ein weiterer Baustein im Puzzle der finanziellen + wirtschaftlichen „Tiefschläge“ für die Entscheidungen der Politik und der Verwaltung unserer Stadt.

Die PB hat bei allen Projekten immer eine klare Haltung gehabt, das war auch beim Investoren-Wettbewerb „Lindenquartier“ so.

Seit dem Ratsbeschluss zur Durchführung des Investoren-Wettbewerbes sind viereinhalb Jahre bzw. seit der Investor-Auswahl sind bereits drei Jahre vergangen. Die Ausgangslage hat sich seitdem grundlegend geändert.

Die Grundstücksfläche für die mögliche Bebauung hat sich seit der Ausschreibung für den Investoren-Wettbewerb erheblich vergrößert.

Die Anforderungen an die Wiederbelebung des ehemaligen Hertie/Karstadt-Bereichs aber auch an die Einkaufsmöglichkeiten in der City haben sich ebenfalls erheblich verändert.

Derzeit sind viele Artikel bzw. Waren in der Innenstadt nur noch ohne Auswahl oder gar nicht mehr erhältlich. Da es auch in den größeren Geschäften im Außenbereich oft keine Auswahl gibt, ist man gezwungen, in andere Städte zu fahren oder im Internet zu kaufen. Das derzeit gültige Einzelhandelsentwicklungskonzept spielt hierbei auch eine wesentliche Rolle und ist unbedingt und umgehend (siehe weiteren Ratsantrag der PB-Fraktion - liegt der PAZ vor) zu aktualisieren.

Die vom Investor OFB vorgesehene Lösung für das Lindenquartier („offenes Stadtquartier) war lediglich die Wiederauferstehung der altbackenen und wetterabhängigen Verhältnisse - der „Leerstandsmeile“ rund um Hertie - und damit keine Lösung mit Anreiz zum Einkauf in Peine. Sowohl die bisherige Planung als auch die bisher angedachten Geschäfte werden der - im Vergleich zu vielen anderen Städten - einmaligen, zentralen Lage bzw. der sehr guten Anbindung des Quartiers an die Verkehrsinfrastruktur (Bus, Bahn und die städtischen Einfallstraßen) bzw. dem Einkauf in Peine in keiner Weise gerecht. Auch der vorgesehene Parkbereich war bei der OFB-Variante viel zu klein.

Aufgrund unserer Wetterverhältnisse brauchen wir eine ganzjährig wetterunabhängige Einkaufslandschaft (Mall) mit Atmosphäre und Attraktivität - mit Plätzen und Restaurants zum Verweilen -, die sich abhebt von den Situationen anderer Mittelzentren und die eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen (Parkhaus) im Angebot hat.

Wir brauchen eine Einkaufssituation mit Erlebnis- und Lebensqualität und die einen Anreiz für den Einkauf in Peine darstellt und gegenüber den Nachbarstädten ein Alleinstellungsmerkmal bietet. Der Stadtrat hat sich bisher -  ohne ausreichende Diskussion und aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses – an dem Investorenwettbewerb bzw. an dem Auswahlgremium leider nicht direkt beteiligt.

Wir werden daher umgehend beantragen, die neue Situation zu nutzen und bei der Fortsetzung des Investorenverfahrens mit dem 2. Bieter (THI) und damit bei dem „Neuanfang“die Ratsfraktionen an allen weiteren Planungen, Verfahren und Auswahlgremien zu beteiligen

Ein weiter so, darf es nicht geben!

  Mit freundlichem Gruß

  Karl-Heinrich Belte

  (Vorsitzender der PB-Ratsfraktion)

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